Mein Nachsorge-Planer – eine Idee wird Realität und tut noch Gutes


Schon seit meinem Beitrag zum Start meiner Nachsorge, schwirrt der Gedanke eines Nachsorgeheftes für Krebspatienten in meinem Kopf rum. So ähnlich wie die U-Hefte für die Kinder. Ich selber habe oft gemerkt, dass die jeweiligen Ärzte gar nicht wissen, was die jeweils anderen gemacht haben.

Mir wurde z. B. auch nach der OP Physiotherapie und Logopädie verschrieben, ob es irgendwas gebracht hat, wurde allerdings nirgends dokumentiert (und auch nie nachgefragt).

Einige Kliniken benutzen sogar Nachsorgehefte, aber es gibt keine einheitliche Regelung dafür und Vorschrift ist es auch nicht. Die Uniklinik Gießen-Marburg hat zumindest ein Nachsorgeheft von der Strahlenklinik – wenn auch wenig optisch ansprechend. Allerdings finde ich es völlig unsinnig, dass eine Therapiedisziplin nur eine Dokumentationsmöglichkeit anbietet, wo man als Patient*in doch so viele unterschiedliche Therapien durchgemacht hat – soll man für jede einzelne Disziplin etwa ein Nachsorgeheft bei sich führen? Da schimpfen sich alle „interdisziplinär“, aber richtig umfassend und nachhaltig betreibt keine Klinik die Nachsorge.

Also, muss man halt selber machen, vor allem weil es eben kein einheitliches Heft gibt (-> einige Bundesländer bzw. Krankenkassen bieten manchmal ein Nachsorgeheft an, aber beispielsweise oftmals nur für Brustkrebspatientinnen). Und dank meiner äußerst talentierten Lieblingsgrafikerin Kathrin, ist so eine Idee auch ratzfatz umgesetzt :-).

Ein Planer für alle?

Sicherlich kann man für die unterschiedlichen Krebsarten nicht ein allgemeingültiges Nachsorgeheft entwickeln: die Nachsorgepatientin mit Brustkrebs muss zur Mammographie, jemand der Lungenkrebs hatte, muss z. B. zur Bronchoskopie. Dennoch hat man mit diesem Heft die Möglichkeit, die unterschiedlichen Untersuchungen einzutragen – und ganz wichtig: die vorherigen Therapien genau zu dokumentieren sowie auch die eigene Befindlichkeit beim jeweiligen Nachsorgetermin festzuhalten.

Es gibt Platz für Fragen, für die Ergebnisse und die nächsten Termine. Und wenn wir auch keinen Schönheitswettbewerb mit dem Planer gewinnen wollen: so ein Planer darf schon ins Auge fallen! 🙂

 

Mein Nachsorge-Planer innen Mein Nachsorge-Planer

In den Nachsorge-Planer können alle Termine und Therapien eingetragen werden.

In den Nachsorge-Planer können alle Termine und Therapien eingetragen werden.

Nehmen wir unsere Gesundheit selbst in die Hand!

Offiziell ist er weg, der Krebs, aber dennoch erinnert ein Nachsorgetermin auch immer daran, dass er da war. Prinzipiell geht es beim Nachsorgetermin nämlich nur darum, ob man wieder erkrankt ist, ein Rezidiv entstanden ist, man also wieder Krebs hat. Es ist ein wenig paradox, aber wenn man krank ist, schaut der Arzt, was er tun kann, damit wir wieder gesund werden und wenn man gesund ist, schaut der Arzt nur, ob man wieder krank ist …

In dem Wort Nachsorge ist halt das Wort „Sorge“ enthalten, aber es klingt doch gleich viel besser, wenn wir sagen: Nachsorge heißt auch „für sich sorgen“. Dieser Nachsorge-Planer soll die Patient*innen dabei unterstützen und motivieren, sich um sich selbst, den Körper und die eigene Gesundheit zu kümmern. Es ist wichtig, alle Termine wahrzunehmen und nachzufragen, wenn etwas nicht verstanden wurde sowie Bedenken zu kommunizieren. Denn Gesundheit ist ein Zustand des körperlichen und seelischen Wohlbefindens und nicht nur die bloße Abwesenheit von Krankheit.

 

Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

Arthur Schopenhauer

 

Stay Strong Tasse und Nachsorge-Planer

Mit der Bestellung dieses Nachsorge-Planers spendet ihr 3€ an die #FuckCancer-Kampagne von Myriam von M.

 

Für sich etwas tun und gleichzeitig für andere

Dieses Heft kann für 3 € per Mail bestellt werden (inklusive Porto) und ich werde diese 3 € komplett an die FuckCancer-Kampagne von Myriam von M spenden. Myriam war selber lange an Krebs erkrankt und betreibt eine fantastische Aufklärungskampagne und begleitet zudem krebskranke Patienten. Wer ihr Buch kauft, oder auch die cool designten Klamotten und Accessoires, unterstützt damit auch gleichzeitig ihre tolle Arbeit.

Falls sich diese Idee des Nachsorge-Planers durchsetzt, dann kann man sicherlich überlegen, dieses Heft für weitere Krebserkrankungen anzupassen. Weitere Anregungen sind herzlich willkommen! Die jetzige Erst-Auflage könnt ihr einfach per Mail an katja@kg-weide.de bestellen.

 

 

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